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Modellflug Club Ahlen e.V.

  

MFC-Ahlen e. V. - Rosenthal Fox im Maßstab 1:3

Rosenthal Fox 1:3

Modellbau mache ich nun schon seit fast 40 Jahren mit einer Unterbrechung zur Berufsfindung, Familiengründung und Hausbau. Nach einigen Jahren Flugmodellbau und dem damit verbundenen Fliegen der Modelle (überwiegend Segler oder Motorsegler) entstand nach einem Ausritt in die Heli-Fliegerei in 2013 der Wunsch, mal was Großes auf den Platz zu stellen. Und elektrisch musste es sein.

Mein Hangar umfasste bis dato verschiedenste Segler im Semi-Scale Bereich und einige Hochgeschwindigkeit Besenstiele (die Anhänger dieser Fraktion mögen mir verzeihen.). Und irgendwie scheute ich einfach die Kosten, die ein entsprechendes Großmodell mit sich bringt. Zumal seitens meiner Frau, völlig berechtigterweise, immer wieder der Einwand kam, der Keller ist doch eh schon voll.

So begab es sich, dass ich zwar immer wieder auf der Suche war, aber eigentlich nicht weiter kam. Bis mir der Zufall zu Hilfe kam. Die Segler der Fa. Rosenthal Flugmodelle hatte ich schon mehrfach angesehen und Vereinskollege Christoph baute eine Fox in 1:3. Diese verunglückte leider beim Erstflug und die beschädigten Flächen fristeten ein längeres Dasein auf dem Dachboden. Irgendwann kam an einem schönen Flugnachmittag das Gespräch darauf und Christoph meinte, da er bereits neue geordert hatte, wenn du sie haben willst, hole sie dir ab.

Gesagt getan. Die Schäden waren gewaltig auf der einen Seite, während die andere unversehrt war. Doch unser Vereinskamerad Heiner, anerkannter `Holzwurm` meinte, das kriegen wir wieder hin. Und so reparierte er die Fläche und ich bestellte Rumpf, Kerne für das Seitenruder und Höhenruder, Haube und Rahmen. Nach ein paar Wochen kam die Spedition und lieferte einen Riesenkarton an. Und irgendwie war der Keller dann doch fast zu klein. Meine Frau hatte also doch recht behalten.

Was soll ich sagen. Der Bau des Höhenleitwerks und des Seitenruders in klassischer Bauweise ging recht schnell von statten. Die Servos wurden in perfekt gefrästen Servorahmen der Fa. Rosenthal verstaut. Doppelruderhörner und 3mm Anlenkungen mit spielfreien Kugelköpfen sind bei dieser Größe Pflicht. Die JR Servos passen perfekt und laufen im geteilten Höhenruder (aus Sicherheitsgründen) absolut synchron. Das Seitenruderservo kommt in einen Rahmen in die Dämpfungsfläche mit außen liegender Anlenkung. Ich sehe ganz gerne die wichtigen Dinge.

Der Rest ist klassischer Flugmodellbau. Einbau und Ausrichten der Steckung, löten des Kabelbaums für die Flächen und für das Heck.

Mittlerweile war auch der Motor angekommen und ich sah den Winzling vor dem mächtigen Rumpf. Ich wollte dieses Mal einen neuen Weg gehen und keinen Getriebe-Antrieb wie bisher verbauen, sondern wie heute auch in der manntragenden Fliegerei einen Nasenantrieb (Stichwort FES). Nach Rücksprache mit Herrn Beierle und der Fa Hacker Motor GmbH entschied ich mich für den A50 14 L Turnado mit langer Welle als V3. Mit 8s und einer 14*10 zeigen die Messwerte rund 10.000 Umdrehungen bei knapp 80 Ampere. Das sollte eigentlich reichen. Die kleine Luftschraube war Pflicht, da ich den Fox bodenstartfähig machen wollte.

Nach ein paar weiteren Abenden im Bastelkeller war er dann endlich fertig und der Erstflug stand an. Freund Heiner fuhr mit zum Platz und nach dem Zusammenbau stand der Große dann da und mir ging das Herz doch ein wenig in die besagte Hose. Klappt alles und vor allem was macht der Antrieb. Die noch anwesenden Vereinskollegen fingen natürlich auch sofort an zu fachsimpeln, ob denn die kleine Latte so einen Brocken bewegen und ihn auf Höhe bringen kann. Das wirkt natürlich extrem förderlich und trägt absolut dazu bei, die Nervosität abzubauen.

Aber gut. Jetzt war er da und musste auch in die Luft. Den Vogel ausrichten, ein letzter Rudercheck, Gas reinschieben und genießen. Mehr ist eigentlich nicht zu sagen. Zur Sicherheit musste mein Sohn die ersten Meter die Fläche hochhalten. Nach knapp 10 Metern Rollstrecke hob der große Vogel majestätisch ab, als wenn es nicht anderes für ihn geben würde.

Auf Höhe war noch ein wenig Trimmen (3 Zacken Höhenruder und 2 Zacken Querruder) angesagt. Aber ansonsten flog er vom ersten Augenblick an. Die ersten Kunstflugeinlagen funktionierten sofort und selbst im Rückenflug war nur minimales Drücken notwendig. Die Arbeit des Einstellens hatte sich also wirklich gelohnt.

Folgende technischen Daten liegen an:

  • Spannweite: 4,66
  • Abfluggewicht: 11,2 Kg
  • EWD: 0,8 Grad
  • Schwerpunkt: 120 mm

Bisher hat er mir schon etliche sehenswerte Flüge geschenkt und der Spruch;“ Groß fliegt besser“ gilt wirklich. Das Startverhalten ist völlig unproblematisch. Sie Strömung liegt sofort an und nach "gefühlten" 2-3 Metern Rollstrecke  ist ausreichend Ruderdruck da, um den Startvorgang sicher und ohne Helfer durchzuführen.

Das hätte ich bei dieser Antriebsausleguung so nicht erwartet. Wer es nicht glaubt, soll sich einfach auf unseren YouTube Channel das entsprechende Video anschauen. Viel Spaß dabei. 

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