ET LÖPP SICK ALLS TORÄCHT.

Modellflug Club Ahlen e.V.

  

Baubericht Klemm 25d,  Maßstab 1:4,  Span: 3,20m

Am Anfang steht der Wunsch ein Flugmodell zu besitzen, welches man nicht so oft auf Flugtagen sieht.

EA`s und Extras gibt es auf jeden Flugtag zu sehen. Motorleistung im Überfluss und Kunstflug mit allen

möglichen und unmöglichen Figuren.

Mit Rauch und ohne.

In allen erdenklichen Größen sind sie anzutreffen.

Nein, so was wollen wir nicht.

Etwas gemütlicher und aus den Anfängen der Fliegerei sollte es sein.

Im Sommer 2010 beim Grillen und gemütlichen Beisammensein erinnerten wir uns an die guten alten Zeiten.

Wir erinnerten uns an das Fliegen mit der Klemm 25 von Krick. Schon damals Ende der Siebziger hatten wir die Idee

diese Klemm zu vergrößern.

Aber wie im richtigen Leben, wir waren jung und hatten kein Geld.

In diesen Jahren kamen auch die ersten großen Benziner auf den Markt,aber leider für uns nicht bezahlbar.

Also wurde damals das ganze Projekt verworfen.

Nach etlichen Bratwürstchen und Flaschen Bier, beschlossen wir das Projekt wieder aufleben zu lassen.

Wir, das sind Reiner Gille und ich Heiner Menker. Seit Anfang der siebziger Jahre Freunde und verbunden

mit der Modellfliegerei. Nachdem Reiner einige Jahre mit der Fliegerei ausgesetzt hatte, konnte ich ihn wieder

begeistern, und er fliegt seitdem unser erstes gemeinsame Projekt einen vergrößerten Super Tiger.

(Über unseren Super Tiger berichte ich an anderer Stelle)

Reiner war vom Projekt Klemm begeistert.

Unsere Devise:

ARF kann jeder,wir bleiben dem Holz treu. Da wissen wir wo Leim hingelaufen ist.

Es wurde im Internet gesucht und recherchiert, besprochen und verworfen.

Schließlich wurden wir fündig. Bei FaH wurden zwei Frästeilsätze und ein Plan der Klemm 25 im Maßstab 1:4 bestellt.

Holz und noch mehr Holz war säuberlich verpackt in zwei großen Kisten die der Paketbote dann anschleppte.

Zwei riesige Pläne lagen dabei, und man muss wirklich sagen,Daumen hoch zu diesen Frästeilesatz der Firma FaH.

Jetzt geht es ans bauen. Reiner bekommt den einen, ich nehme mir den anderen Plan vor.

Wir bauen zeitgleich. Jeder für sich in seiner Werkstatt aber doch gemeinsam.

Leisten und Beplankungen müssenwir noch dazu kaufen.

Nun beginnt der Holzbau mit Balsamesser, Hobel und Weisleim.

Die Bilder sprechen für sich........

 

                  

Als Motor verwendeten wir den guten alten ZG 38, weil der einen Heckauslass hat, und somit die Motorhaube nicht kaputt geschnitten werden musste. Den Dämpfer bauten wir selbst, und verstecken ihn zwischen Motor und Brandschott.
Das Fahrwerk wurde wie gewohnt aus 6 und 4mm Stahldraht gebogen und Hartgelötet.
Nach Auflegen der Sperrholzbeplankung aus 0,4 mm Sperrholz, und Behandlung mit Treppenlack wurden die offenen Flächen und Leitwerksteile mit Oratex Antik gebügelt.
Der gesamte Aufbau nebst Flächen und Leitwerk bekam noch eine matte Klarlackversiegelung und geplotterte Aufkleber.
Nun stand einem Erstflug nichts mehr im Weg.

      

                                                                                   

Leider sind Reiner und ich nicht zeitgleich fertig. Aber das sollte einen Erstflug nicht aufhalten.
Also auf zum Flugplatz, Flieger zusammen bauen, tanken und Motor starten.
Schaulustige sind ja genug da.
Müsste nicht sein, ist aber so.
Erstes Rollout ist beruhigend. Motor läuft zuverlässig und dank des selbstgebauten Schalldämpfers recht leise.
Rudercheck und beschleunigen. Gas geben und gelassen und ruhig hebt meine Klemm nach gut 20m ab und steigt in einem flachen Winkel ihrem Element entgegen.
Trimmkorrekturen sind keine erforderlich. Alles gerade und richtig eingestellt.
Doch die Motorleistung  ist viel zu hoch, so das die ganze Fuhre mit viertel bis halbgas ausreichend Leistung hat.
Ein Flugbild zum niederknien. Ob im tiefen Vorbeiflug oder hoch am Himmel, die Klemm sieht in jeder Lage umwerfend aus.

Fliegen heißt Landen.

Ein Flugverhalten wie ein Motorsegler. Ohne Landehilfen muss das Ding runter. Und die Landebahn sollte getroffen werden.

Schließlich sind Zuschauer da….
Landeanflug einteilen, Gas im Gegenanflug reduzieren, Landekurve flach fliegen, und dann punktgenau aufsetzen. Ohne springen und scale setzt die Klemm auf, und rollt mit brabbelnden Motor zum Piloten.
Weiche Knie, glücklich und begeistertes Publikum sind der Lohn der Arbeit.
Alles richtig gemacht.
Reiner seine Klemm erlebt den Erstflug kurze Zeit später. Auch er erlebt die gleiche Anerkennung und Bewunderung wie ich.
Seitdem sind uns die Blicke und der Applaus der Zuschauer gewiss, wenn wir gemeinsam in Formation und  Tiefflug über den Platz fliegen.
Etliche Flüge haben wir jetzt hinter uns.  Kuscheltiere deren Zahl ich nicht mehr kenne wurden an Flugtagen zur Freude der Kinder mit der Klemm unfallfrei durch die Luft befördert.

Als Ergebnis unseres Projekts kann ich nur sagen:
Freunde, Träumereien, und verständnisvolle Ehefrauen  lassen solche Projekte wahr werden.

Und soviel steht fest, wir würden es wieder tun.

                                         


 

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